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Konfliktmanagement

Was ist Konfliktmanagement?

Konfliktmanagement ist der systematische Umgang mit Konflikten in Unternehmen und Organisationen. Ziel ist es, auf die Entwicklung von Streitigkeiten einzuwirken.1 „Damit sollen deren negative Folgen ausgeschaltet und das verborgene positive Potential für das Unternehmen aktiviert werden.“2

Beim Konfliktmanagement geht es einerseits um die Ermöglichung einer möglichst interessengerechten Streitbeilegung und andererseits um Konfliktvermeidung. „Präventive Maßnahmen sollen dazu die Unternehmenskultur so beeinflussen, dass Streitigkeiten vermieden oder Streitparteien befähigt werden, aufgetretene Konflikte zeitnah, schonend und kooperativ zu überwinden."3

Gibt es im Unternehmen keine Verabredungen zum Konfliktmanagement hat das evtl. zur Folge, dass Streitbeilegungsverfahren sehr unterschiedlich gehandhabt werden oder Konfliktanlaufstellen nebeneinander her arbeiten. In einem Konfliktmanagementsystem (KMS) werden die Instrumente für den Umgang mit Konflikten im Einzelnen, in ihrer Anwendung und in ihrem Zusammenwirken beschrieben. „Übergeordnetes Ziel eines KMS ist es, nicht mehr situativ und spontan auf Konflikte reagieren zu müssen, sondern Konflikte frühzeitig zu erkennen und dem jeweils geeigneten Regelungsinstrument zuzuführen.“4

Helmuth Gramm

Quellen:
1, 4
Troja, Markus; Stubbe, Christian (2006): Lehrmodul 5: Konfliktmanagementsysteme. In: Zeitschrift für Konfliktmanagement, H. 4, S. 121
 
2, 3
Dendorfer, Renate (2004): Innovation und Corporate Culture. In: Arbeit und Arbeitsrecht - Personal-Profi, H. 10, S. 10

Literatur

Helmuth Gramm und Andreas Mecke, Vom „Du hast aber auch ein Pech“-Coaching zum Konfliktmanagement mit System Blickpunkt Personal, 3(2014): S.4-9
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Dienstvereinbarungen

Elemente des Konfliktmanagements können mehr oder oder weniger formal in der Organisation verankert werden. Eine Möglichkeit ist der diesbezügliche Abschluss einer Dienstvereinbarung auf der Rechtsgrundlage des Personalvertretungsgesetzes.
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